NPD: Udo Voigt unter Verdacht!

By organisator

Parteichef soll 25.000 € abgezweigt haben!

Geld war ursprünglich für Stiftungsgründung gedacht!

Neuer Schock für die NPD: Ihr Parteichef Udo Voigt ist nach Berichten des „Spiegel“ in dubiose Finanztransaktionen verwickelt. Konkret geht es um 25.000 Euro, die Voigt akquiriert haben soll.

Laut den Berichten (hier die gesamte Presseschau) habe Voigt im Jahr 2004 persönlich 25.000 Euro abgezweigt, welche dann gezielt an der Buchführung der Partei vorbeigeschleust worden sein sollen. Das Geld kam offenbar von der 85-jährigen adeligen Gönnerin und NPD-Sympathisantin Magdalena von Pidoli und sollte laut deren Aussagen eigentlich zur Gründung einer politischen Stiftung dienen.

Überwiesen werden sollte es jedoch nicht an die NPD, sondern an Ex-Schatzmeister Erwin Kemna – den Mann, der augenscheinlich als Mittelsmann zur Verschleierung der Identität vieler Spender an die NPD fungierte, dabei aber selbst Geld für sein marodes Küchenstudio abgezweigt hatte. 2006 habe sich Voigt dann erneut an die Adelige gewandt; wieder seien 25.000 Euro geflossen, diesmal auf ein NPD-Konto. Ob es sich dabei um eine illegale Parteispende oder einen Kredit handelte, werde derzeit von der Bundestagsverwaltung geprüft. Im Rechenschaftsbericht der Partei findet sich den Berichten zufolge jedenfalls keine Spur des Geldes.

Voigts Rechtsanwalt hat unterdessem „Darlehensgeschäfte“ bestätigt, sieht jedoch „keinen Grund für eine rechtliche Beanstandung“. Die Adelige fordert derweil, dass die geplante Stiftung, für deren Gründung ihr Geld gedacht war, binnen fünf Monaten gegründet wird. In Erklärungsnot bringe Voigt auch, dass seine Textilreinigung im November 2004 rund 20.000 Euro an die NPD gezahlt habe, die nie in Berichten öffentlich gemacht worden seien. Auch dieses Geld ist laut Voigts Anwalt keine Spende, sondern das „Darlehen“ einer nicht näher benannten „Person“, das über Voigts Firmenkonto an die NPD „weitergeleitet“ worden sei.

Nachdem in den letzten Wochen die Luft für Voigt immer dünner geworden war, dürfte ihm mit diesen neuen Erkenntnissen – sollten sie stimmen – die Luft zum politischen Atmen genommen worden sein. Voigt wird damit weiteren Zorn der Basis auf sich ziehen – und das Kandidatenkarrussel dreht sich erneut einen Tick schneller. Es bleibt also auch nach diesem Bericht weiter spannend in der Partei, die sich für 2009 so einiges erhofft.

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35 Antworten zu „NPD: Udo Voigt unter Verdacht!“

  1. Meckerer sagt:

    So langsam wirds es kriminell, erst Kemna und jetzt noch Voigt. Also ich weiß nicht, ich habe über 40 Jahre Buchhaltung gemacht und wirklich heute gibt es klasse Software für Fibu bzw. Vereinsbuchhaltungen speziell und doppelt natürlich, da kann eigentlich nichts mehr passieren. Außer die Kontrolle der Partei schläft und nickt alles ab wie immer.
    Also das ist für mich Betrug oder Unterschlagung, wie auch immer. Ich habe den Eindruck die Partei-Oberen der NPD betreiben die Partei zum Selbstzweck unter Bewachung vom VS.
    Ich bin sicher das in der NPD auch fähige Mitglieder sind die so eine Parteikasse führen können.
    Solche Dinge wie Kemna und Voigt kann nur passieren wenn niemand kontrolliert.
    Aber wir wollen nicht Richter spielen, bei den anderen Parteien und der Kassen gabs ja Affairen genug vor die brave CDU usw.

  2. Gero sagt:

    Sie sollten einen wie Pastörs oder Rieger wählen. Die sagen wenigstens offen was sie denken und wofür die NPD steht.

  3. VoxPopuli sagt:

    Die Luft für Voigt wird knapp. Bisland wäre man Königsmörder des verdienstvollen Voigt gewesen, der ihn, so kurz vor dem Sieg, vom Thron stößt.
    Nun kann der neue Kandidat völlig ohne schlechtes Gewissen einen Neubeginn wagen und darstellen.

  4. Beobachter sagt:

    Erstmal abwarten was da dran ist.

  5. VoxPopuli sagt:

    In MV hat es wieder einen Brandanschlag auf ein NPD-Vorstandsmitglied gegeben:

    http://www.npd-mv.de/index.php?sek=0&pfad_id=37&cmsint_id=1&detail=1972

    Die Zeiten werden also härter, die BRD findet zurück zu den Wurzeln, zu Weimar. Bei solchen Situationen wie in Rostock und in Köln muss sich jeder anständige Deutsche darüber im Klaren sein, dass vernünftiges Personal nur durch entsprechenden Schutz rekrutiert werden kann und „demokratisch“ nichts mehr zu gewinnen ist.

  6. Meckerer sagt:

    @VoxPopuli

    Ja wie meine Eltern schon sagten.. „Die Geschichte wiederholt sich“ bzw. die Die Geschichten wiederholen sich überall in der Welt.

    Selbst wenn sie den linken Deppen finden der das zu verantworten hat, dem passiert nix. Die haben Narrenrecht in der BRD wie die Ausländer, Migranten, Juden usw. auch, nur die Inländer die werden gejagt.

    Irgendwann wenn die rechte Bewegung groß genug ist gibts auch wie einst paramilitärische Vereinigungen, dessen bin ich mir sicher.

  7. Beobachter sagt:

    Das Gleiche auch in Leipzig

    http://npd-fraktion-sachsen.de/index.php?verweis=3,1,1&aktion=anzeige&drucksache=pressemitteilungen&drucksacheid=775

    http://leipzig.freies-netz.org/blickpunkt-leipzig/solidaritat-heist-zusammen-stehen/

    Die Linksfaschos feiern sich dafür

    http://de.indymedia.org/antifa/

  8. Beobachter sagt:

    Test

  9. Beobachter sagt:

    @ Hausmeister
    Wieso ?

    „Dein Kommentar wartet darauf, vom Administrator genehmigt zu werden“.

  10. Beobachter sagt:

    Einmal reicht; der obige Kommentar ist im Spamfilter hängen geblieben. Ab zwei enthaltenen Verweisen ist es ein Glücksspiel, daher lieber zwei Kommentare mit jeweils einem. Danke! – organisator

  11. VoxPopuli sagt:

    @ Beobachter:

    Genau deshalb braucht es eine Mehr-Säulen-Strategie:

    Der physische Arm schützt Objekte und Veranstaltungen und das möglichst legal. Falls es Grauzonen gibt, wird der juristische Arm aktiv, der auch den rhetorisch-politischen schützt, der für die ersten beiden neue Leute rekrutiert und nach außen „verkaufend“ tätig wird.

    So schützt die eine Säule die jeweils andere. Jede Säule für sich wird aber in der Zukunft zu schwach sein, dass Dach für alle zu tragen. Diese Einsicht muss sich noch viel stärker durchsetzen. Denn auch die PRO-Bewegung wird sich dieser Zustände nicht entziehen können. Nicht zurückweichen oder unter den Rockzipfel des Staates, sondern eigene Strukturen aufbauen. Daran hapert es im Moment noch.

  12. VoxPopuli sagt:

    Das hat man auch in Leipzig erkannt:

    „Hier gilt es nun ein Zeichen zu setzen, alle müssen zusammen finden, um geschaffene Strukturen zu halten und zu festigen, wir sind genügend in Leipzig, nur sollten wir uns nicht länger selber dividieren.

  13. Beobachter sagt:

    @ Vox Populi
    Stimme Dir da absolut zu. In Leipzig und Rostock halten die Partei/Parlamentarier (NPD) und die Freien zusammen und üben Solidarität. Pro Köln hat der NPD und den Freien untersagt an ihrer Demo teilzunehmen.

    @ Organisator
    Danke für die Info.

  14. Beobachter sagt:

    Nachtrag: Die Drei-Säulen-Strategie „Kampf um die Parlamente, die Köpfe und die Straße“ ist das absolut richtige Konzept.

  15. Bauer Gerhard sagt:

    „Wer soll auf dem Sonderparteitag 2009 zum neuen NPD-Chef werden?“

    Noch ein paar solcher Nachrichten und die Frage erledigt sich und das zu recht. Mir drängt sich der Eindruck auf, die NPD ist ein Sauhaufen. Alle möglichen und unmöglichen Leute sammeln sich in dieser Partei. Sie können ihre eigenen Finanzen nicht in Griff halten, das allein zeigt die Unfähigkeit der Funktionäre. Für NPD-Politiker gilt natürlich das gleiche Maß wie für alle anderen Politiker auch. Sie sollten erst mal zeigen, dass sie in der Lage sind ihren eigenen Saftladen und ihr eigenes Leben in Griff zu bekommen, bevor sie sich anmaßen andere Leute regieren zu wollen.

  16. Bauer Gerhard sagt:

    Jetzt kommt auch immer mehr die VS-Geschichte zum Tragen. Jetzt da die NPD in Landtagen vertreten ist und die Gefahr für die etablierten Parteien besteht einige Plätze in den Parlamenten an die NPD zu verlieren, werden Missstände aufgedeckt, die der Partei den Rest geben können und sie in den Augen der Öffentlichkeit zur Witzpartei verkommen lassen. Die vernünftigen Leute in der NPD sollten sich ihre Gedanken machen, evtl. muss die NPD aus der Parteienlandschaft verschwinden und ein Neuanfang gewagt werden. Vernünftige Leute aus dem rechten Lager könnten damit eine Sammelbewegung der Rechten einleiten.

  17. Beobachter sagt:

    @ Bauer Gerhard
    Das VS-Problem hättest Du bei einer neuen rechten Partei auch. Sobald diese Erfolg hat wird alles dafür getan, diese zu zerlegen (Spaltung, Skandale). Dies kostet nur Zeit, die wir eigentlich nicht mehr haben.

  18. HalloLeute sagt:

    Beobachter sagt November 30, 2008 um 7:36 Uhr vormittags @ Bauer Gerhard: „Das VS-Problem hättest Du bei einer neuen rechten Partei auch. Sobald diese Erfolg hat wird alles dafür getan, diese zu zerlegen (Spaltung, Skandale).“
    Ja, genau so arbeitet das (demokratische !) System der brD.

  19. Bauer Gerhard sagt:

    Zeit die wir nicht mehr haben und ihr glaubt, dass mit dieser NPD irgendetwas sinnvolles gelingen wird? Seid ihr in der NPD organisiert, wenn Nein, warum nicht. Wenn ihr die NPD für die rettende Kraft haltet, dann müsst ihr rein und erstmal die NPD retten.
    Da ist zuviel Mischmasch drin, niemand weiß genau wofür die Leute und die Partei stehen. Immer wieder tauchen irgendwelche ominösen Funktionäre auf, mit denen man nicht gemeinsam im Nachtbus sitzen möchte.
    Wer mit Beruf und Auskommen identifiziert sich öffentlich mit dieser Partei? Ich kenne nur Molau, ob er es schon bereut?

    Deutschland braucht eine starke rechte Bewegung und eine organisierende, vereinigende Kraft, ohne Ausgrenzung etc., deshalb sind dies auch nicht die Pros oder die Reps und wie sie alle heißen. Kräfte aus diesen Parteien, Gruppen müssen sich zusammensetzen und etwas Neues auf die Beine stellen. Die NPD ist zu verrufen und tut alles um es auch zu bleiben. Meint ihr, dass gegen diesen Spinner S. Söder ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wird oder hat die NPD dazu öffentlich Stellung genommen? Ich habe nichts gelesen, weder bei der Hessen NPD, noch bei der Bundes-NPD. Es wäre aber allererste Pflicht gegen solche Idioten vorzugehen. Wer in den eigenen Reihen keine Linie und keine Ordnung hat, wie soll der eine Bewegung ordnen und einigen.

  20. Beobachter sagt:

    „Da ist zuviel Mischmasch drin, niemand weiß genau wofür die Leute und die Partei stehen. Immer wieder tauchen irgendwelche ominösen Funktionäre auf, mit denen man nicht gemeinsam im Nachtbus sitzen möchte.“

    Glaubst Du allen Ernstes, dass dies bei einer anderen „erfolgreichen „rechten Partei anders wäre?

    „Deutschland braucht eine starke rechte Bewegung und eine organisierende, vereinigende Kraft, ohne Ausgrenzung etc.,“

    Was ist denn aus den Neugründungen geworden, die die Rechte einigen wollten? (Allianz für Deutschland, DLVH, Die Rechte, Deutsche Allianz)

  21. Beobachter sagt:

    „Deutschland braucht eine starke rechte Bewegung und eine organisierende, vereinigende Kraft, ohne Ausgrenzung etc., “

    Okay!

    „Meint ihr, dass gegen diesen Spinner S. Söder ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wird oder hat die NPD dazu öffentlich Stellung genommen? Ich habe nichts gelesen, weder bei der Hessen NPD, noch bei der Bundes-NPD. Es wäre aber allererste Pflicht gegen solche Idioten vorzugehen. Wer in den eigenen Reihen keine Linie und keine Ordnung hat, wie soll der eine Bewegung ordnen und einigen.“

    Erst forderst Du eine geeinte Rechte ohne Ausgrenzung, dann grenzt du selber aus. Vielleicht merkst du, dass eine „geeinte Rechte“ (auch ohne Stöfeuer) nicht so einfach ist. Du forderst eine „geeinte Rechte“ nach Deinem Geschmack, andere fordern eine geeinte Rechte nach deren Geschmack.

    Nein, ich bin kein NPD-Mitglied und finde auch die Äußerungen von Söder daneben, aber es gibt beileibe Wichtigeres für die Zukunft unserer Kinder als dass die Ausgegrenzten sich beharken!

  22. Bauer Gerhard sagt:

    „dann grenzt du selber aus.“
    Hältst Du das Arschloch für rechts?, in meinen Augen ist er ein Psychopath.

    Natürlich gibt es Leute die ich ausgrenze, mit denen ich nichts zu tun haben möchte. Was gibt es wichtigeres als Idioten zu isolieren und dafür zu sorgen, dass sie keinen Schaden anrichten können.

  23. organisator sagt:

    Einmischung:

    Ich denke, dass man Leute wie Söder nicht unbedingt ausgrenzen sollte, sofern sie ihre Einstellung für sich behalten (wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, gewisse Personen unschädlich zu machen?). ABER: Von wem bekannt ist, dass er seinen Mund nicht halten kann, der sollte entweder Dinge tun, mit denen er der Partei keinen Schaden zufügen kann (Plakate kleben, Archiv ordnen) oder eben doch ausgeschlossen werden. Das hat dann nichts mit einiger oder uneiniger Rechte zu tun, sondern mit politischem Denken. Denn man kann noch so einigend vorgehen, wenn Volldeppen wie Söder an der falschen Position sind, hilft alles nichts. Daher: Jeder an seinen Platz – wer unterqualifiziert ist, muss sich eben auf die verbleibenden Reste stürzen!

  24. VoxPopuli sagt:

    Beobachter ist an dieser STelle vollumfänglich zuzustimmen!

    Ich bin ja nun selber schon Jahre Parteimitglied und man muss sich einfach damit abfinden, dass in einer Partei (in jeder!) unterschiedliche Flügel um die Vorherrschaft ringen (wir werden das nun in Stuttgart vermutlich bewundern können).
    Wer das nicht will und eine Einheit ohne Kompromisse will, der muss die Einheit direkt außer Betracht lassen.

    Bauer Gerhard, man wird nie eine rechte Einheit schaffen können, mit der man selbst zu 100 % zufrieden ist. Selbst in der NSDAP gab es Flügel, in allen etablierten Parteien gibt es sie und es wird auch immer wieder zu Flügelkämpfen kommen.
    Wer allen Ernstes eine Partei fordert, in der das nicht vorkommt und die bloß „Kanzlerwahlverein“ ohne Meinungsbild ist, der sollte sich vom Gedanken der Partei und dem der Einheit verabschieden und andere (auch gangbare Wege) zur Auferstehung des wahren Deutschlands gehen.

    Denn selbst bei einer Neugründung einer Partei wird der VS diese infiltrieren. Ich war selbst bei den Beratungen dabei, in denen die CDU den Verfassungsschutz bemühte, um das Problem um Pro Köln „aufzuklären“. Und das geschah weit vor dem AIK.

    Wenn man zurecht davon ausgeht, dass wir eine Diktatur sind, die wie die DDR arbeitet, dann wird man BEstrebungen der Staatssicherheit nicht gänzlich verhindern können.

    Das bedeutet aber nicht, dass man politische Soldaten, die sich zu Unrecht zu höherem berufen fühlen, nicht in ihre Schranken weisen sollte. Ich bezweifle, dass diese Meinung Söders in der Partei eine Mehrheit findet. Entsprechend muss sie ihn intern (!) und nicht in der Öffentlichkeit maßregeln. Die Parteiführung muss eben einen Verhaltenskodex verdeutlichen und selber (Stichwort Voigt gegenüber dem „iranischen“ Reporter) vorleben.

    Dann funktioniert es auch mit der 3-Säulen-Strategie. Anders als von Dir, Beobachter, benannt (so liest es sich ja auch im Programm Voigts), richtet sich meine Bezeichnung schon gedanklich eher darauf aus, dass die Organisation in sich funktioniert und weniger auf die Zielgruppen. Hierbei gibt es aber natürlich Überschneidungen.
    Dass die Arbeit in Leipzig so gut funktioniert, kann nur erfreuen. Ich war selber mal vor Ort, als es diese widerlichen linken und undeutschen Exzesse in Connewitz gab. Die Bürger einer Stadt mit solcher Tradition (Völkerschlacht und Montagsdemo) sollten diese Umtriebe zu beenden wissen.

    Dass Pro Köln bislang auf Distanz zu Freien und NPD gegangen ist, liegt an ihrer spezifischen Lage. Wenn man in Köln (Gomorra) eine harte rechte Position fährt, hätte man nie eine Chance. Die weiche, eher populistische statt ideologische Untermauerung, hat hier mehr Möglichkeiten.

    Ich bin in der Beurteilung dieser Frage jedoch keineswegs zu einem endgültigen Ergebnis gekommen. Was wäre passiert, wenn man NPD-Fahnen und Freie auf dem AIK gesehen hätte? Hätte nicht die Bevölkerung zu den Ausschreitungen gesagt: Zu recht!

    So wurden arme Bürger, die niemandem ein Haar krümmen würden von willkürlich handelnden Bullen und widerlichen Antifanten gejagt. Das hat beim Normalo mehr für Aufsehen gesorgt. Eine Verbindung (auch wenn sie ja wünschenswert wäre, man hätte dem Chaos in Köln mehr entgegenzusetzen gehabt) mit der NPD hätte auch zur Absage der ausländischen Gäste geführt.

    Wobei ich das da auch nicht nachvollziehen kann. Auf der einen Seite spricht Apfel vor einer FPÖ-Akademie, auf der anderen Seite will man mit der NPD offiziell nichts zu tun haben. Verstehe das, wer will.

    Wenn man schon nicht zusammenarbeit, sollte man doch wenigstens das ständige Distanzieren lassen! Angriff ist die beste Verteidigung. Und da liefern uns die Altparteien ja reichlich Munition!

  25. Beobachter sagt:

    @ Vox Populi

    Zum Thema Pro Köln: Ich glaube, dass der Hauptgrund der Abgrenzung in den Personen von Rouhs und Beisicht begründet liegen, die beiden schon Karrieren bei der Reps, NPD, … hinter sich haben. Vor zwanzig Jahren saßen sie für die Reps im Stadtrat (hatten damals sogar mehr Prozent als rechts).

    Würde Ihre Abgrenzungsstrategie sich nur an der „harten rechte Position“ festmachen, so sollten sie doch zumindest in der Lage sein mit den Reps zusammenzuarbeiten oder sich zumindest nicht von ihnen distanzieren.

    Das Problem liegt darin, dass Beisicht und Rouhs (ebenso wie Schlierer und andere Desperados, die ständig „geeinte“ Rechtsparteien gründen) ihr ihr persönliches Ego über die Sache stellen.

  26. Beobachter sagt:

    so sollte der Satz heißen:

    „hatten damals sogar mehr Prozent als jetzt mit Pro Köln“

  27. Bauer Gerhard sagt:

    @VoxPopuli
    Das ist keine Flügelfrage, sondern eine prinzipielle.

    @Organisator
    Was wäre wenn ein besoffener Linksparteiler von sich gegeben hätte, die Rechten sollten gnädigerweise allesamt erschossen werden. Wärst Du dann auch so großzügig.
    Ihr dürft nicht mit zweierlei Maß messen, good guy or bad guy, Hauptsache unser Mann. So geht es nicht.

    Leute einbinden die in bierseliger Laune davon reden irgendwelche Personengruppen zu erschießen oder sonstwie um die Ecke zu bringen und nebenbei auch noch Parteifunktionäre sind, dem kann ich nichts abgewinnen.
    Einheit um jeden Preis? Nein, es gibt Grenzen.

    Private Meinungen kann man tolerieren, Parteifunktionäre die Deutschland regieren oder retten wollen und solchen Schwachsinn von sich geben, kann ich nicht anerkennen und mit denen will ich auch nichts zu tun haben.
    Wenn solche Leute in der NPD oder einer anderen Partei Funktionsträger sind und bleiben, erhält diese keine Unterstützung von mir, in keiner Weise, auch nicht am Wahltag.

    Dass man den Einsatz von V-Leuten etc. nicht verhindern kann, ist klar. Dies hindert aber nicht das Richtige zu tun und richtig ist, in meinen Augen, solche Provokateure wie diesen Söder aus der Partei ausschließen. Wenn dies nicht geschieht, dann gehe ich davon aus, dass in der NPD mehrere solcher Leute sind und dem augenzwinkernd zustimmen und/oder dass evtl. cleverere Leute in der Partei sind, die ähnliches vorhaben, dies nur nicht öffentlich verbreiten. Aus der Reaktion der NPD entnehme ich, dass sie nichts gegen diesen Mann unternimmt. Damit ist sie für mich erledigt, ganz egal ob er ein bezahlter Provokateur ist oder nur ein Arschloch.

  28. organisator sagt:

    @Bauer Gerhard

    Wie oben schon dargelegt, entweder ausschließen oder nur als „niederstes Fußvolk“ verwenden, so dass die Bezeichnung „Funktionsträger“ sich erübrigt.

    Denn ob bspw. ein Plakat von Söder oder von einem Vorzeige-Rechten angebracht wurde, ändert an der Wirkung nichts. Allerdings wird das Plakat ohne Söder gar nicht aufgehängt… (immer angenommen, er ist nur auf der untersten Ebene.)

  29. VoxPopuli sagt:

    Lieber Bauer,

    jetzt muss ich Dir doch mal die Illusionen nehmen. Man kann doch nicht erwarten, dass man eine Partei, die mehr oder weniger offen ein anderes System will, mit Menschen auffüllen kann, die in diesem System allesamt erfolgreich sind!

    Denn wer in diesem System erfolgreich ist, der wird sich nicht für seine Erneuerung oder Überwindung einsetzen. Wenn dieses System eines Tages abgeschafft oder wenigstens grundlegend reformiert werden soll, dann kann dies in der Anfangszeit natürlich nur mit den „Verlierern“ des Systems gemacht werden.

    Verlierer dieses Systems kann man aber auch sein, wenn man sich zu offen zu seiner Meinung bekennt. Verlierer ist also nicht nur der, der „geistig“ oder „moralisch“ nicht in der Lage war, zu den GEwinnern zu gehören. Vielleicht war er auch nicht skrupellos genug für dieses System?!

    Nichtsdestotrotz gebe ich Dir ja Recht in der Behandlung solcher Fälle. Hier muss auch die Parteimehrheit intern den Söder zur Rechenschaft ziehen. Er dürfte z.b. nicht mehr öffentliche Reden halten (in denen er ja auch schin forderte, Menschen „an die Wand zu stellen“).

    Wegen eines solchen Einzelfalles nun die ganze Partei in die Verantwortung zu nehmen, ist allerdings maßlos übertrieben. Der Landesverband Hessen hatte in letzter Zeit erst mal die Nach-Wöll-Ära zu verkraften und hat vielleicht weder Lust noch Zeit, sich im Wahlkampf zu distanzieren oder Parteiausschlüsse zu verabschieden.

    Und die Bundespartei ist hierfür nicht zuständig und mischt sich für gewöhnlich nicht in Angelegenheiten des Landesverbands ein (ist überall so).

    Man dürfte dann nicht mehr CDU wählen, weil dort auch schon Steuerhinterzieher und andere Straftäter am Werk waren. Hier sogar noch mit dem Unterschied, dass diese es wirklich taten und Söder nur schwadronierte.

    Also wenn Du so vorgehst und direkt ganze Parteien verantwortlich machst (was kann Pastörs etwa für Söder? Soll er sich nun aus MV für einen Mann in HEssen entschuldigen?), dann hast Du die Politik nicht verstanden. Vor allem aber solltest Du Dir dann darüber im Klaren sein, dass es nie eine Partei gibt, die Deinen Vorstellungen gänzlich entspricht. Denn auch in den etablierten Parteien gibt es Kinderschänder, Pädophile, Steuerhinterzieher und Mörder. Bei derartigen Straftaten werden die dann meist ausgeschlossen, auch weil ihnen das aktive und passive Wahlrecht entzogen wird.

    Aber schwarze Schafe gibt es überall. Und dass in einer rechten Partei nun auch mal etwas grobkörnigere Sprüche in Richtung Juden kommen, ist auch klar (wie gesagt, in der Außendarstelllung ist das natürlich zu unterbinden). Hier muss man den kleinen Parteien aber auch Lernprozesse zugestehen. Denn die beheimaten eben meist nicht aalglatte und durch die Karrierewege in den Hinterzimmern und Kungelrunden entkernte Menschen, sondern eher (wie gesagt, unter der GEfahr des VS) Menschen, mit denen der Idealismus manchmal durchgeht und die eben nicht geschult sind in Sachen Außendarstellung. Manche da glauben eben, mit der reinen Wahrheit Erfolg zu haben. Dass dazu aber auch immer ein wenig Propaganda (neudeutsch PR) gehört, muss noch vermittelt werden.

  30. Bauer Gerhard sagt:

    Es geht nicht um erfolgreich uns sonstwas Saueres. Die Partei nehme ich in die Pflicht, sie muss reagieren, derartige Äußerungen sind einfach nicht akzeptabel, auf keiner Stufe der Parteihierarchie. Wenn eine Partei oder Organisation darauf nicht reagiert und handelt, hat sie in meinen Augen verspielt. Du führst als Beispiel Pastörs an, bleiben wir dabei, er kann Druck machen, er braucht sich nicht zu entschuldigen, wäre Blödsinn.

    Da mögen noch so schöne Rechtfertigungsgründe angeführt werden, es hilft einfach nichts. Ich messe die Linken, wie die Rechten mit dem gleichen Maß.

  31. Beobachter sagt:

    @ Bauer Gerhard
    Du solltest Dir mal etwas die Realität zu Gemüte führen. Die NPD in Hessen hat vielleicht 150 Mitglieder, davon dürften mindestens 100 Karteileichen sein. Von den verbliebenen 50 sind vielleicht die Hälfte überhaupt bereit, aktiv etwas für die Partei zu machen und das heisst momentan Unterschriften für den Wahlkampf zu sammeln (anstatt im Internet zu schauen, was irgendein Vollpfosten getan hat). Das sind alles Leute, die ihr politische Arbeit nebenher machen.

    Wie kommst Du eigentlich darauf, dass es sich bei Söder um einen Funktionär handelt?, hast Du das bei Indymedia gelesen?

    Er ist weder im Landesvorstand noch auf der Wahlliste und dies obwohl die Hessen-ND kaum Leute hat.

  32. Bauer Gerhard sagt:

    Sollte dieser Kerl ausgeschlossen werden, wenn die NPD mehr Leute zur Verfügung hätte? So kann man an die Frage nicht herangehen.
    Indymedia lese ich nicht, habe aber gelesen, dass er auf Kreisebene als Funktionär tätig sein soll.
    Hier geht es um eine prinzipielle Frage, mit wem und welchen Leuten, die welche Anschauungen vertreten man zusammenarbeiten will und ob man diese in der Partei haben will in der man sich engagiert. Ich entscheide für mich, dass ich mit solchen Leuten nichts zu tun haben will.
    Warum arbeitet ihr nicht in der NPD wenn ihr glaubt, dass sie die Partei ist mit der man etwas bewegen kann, ich habe da meine Zweifel und diese werden immer wieder von neuem geschürt, keineswegs von außerhalb der NPD sondern von Mitglieder der NPD. Schon allein aus diesem Grund sollte sich eine Partei überlegen auf welchen Grundstock sie aufbauen will, mehr als im Aufbaustadium kann man die NPD ja wirklich nicht bezeichnen, wenn auch schon über 40 Jahre. Auch das muss man dabei berücksichtigen, den Reps wird immer wieder vorgehalten, sie hätten ihre Chance gehabt, waren in Landtagen vertreten etc., das war die NPD auch schon und nun ist sie es wieder. Was wenn sie wieder rausfliegt, hat sie dann auch ihre Chance gehabt?

    Die NPD sollte sich fragen, ob sie sich solche Leute leisten kann.

    Deine Befürchtung, die Rechte könnte gespalten werden, weil man diese Hanswursten isoliert und ausschließt, kann ich nur entgegenhalten, die Rechte wird gespalten, wenn solche Idioten in den Reihen der Rechten sind und bleiben können. Kein vernünftiger Mensch wird sich neben ihn in eine Reihe stellen. Es gäbe natürlich noch eine Möglichkeit, er würde seine Aussagen widerrufen und dies in entsprechenden Medien veröffentlichen. Wenn es im Suff geschehen ist, dann sollte er seinen Mann stehen und sein Fehlverhalten zugeben.
    Ich will es nochmal bringen, was wenn ein Linksparteiler die Erschießung von Rechten gefordert hätte? Hättest Du hier dieselbe Nachsicht, würdest Du den Linken auch personelle Engpässe zugestehen?
    Ich erinnere mich noch an die Fahnenpinkler der Grünen Jugend und die allseits berechtigte Empörung. Vielleicht waren die auch besoffen oder zugekifft? Ich würde auch diese Typen aus der Partei werfen.

  33. Beobachter sagt:

    Nein, es geht darum, dass die wenigen Leute der NPD momentan Wichtigeres zu tun haben, als das Internet nach irgendwelchen Vollpfosten zu durchforsten. Aber lass gut sein, entweder du verstehst es wirklich nicht, oder möchtest es nicht verstehen.

  34. VoxPopuli sagt:

    @ Bauer Gerhard:

    Ich glaube, dass Beobachter fast alles gesagt hat und dies ausgemacht ist. Aber Du hast das Beispiel schon geliefert: Die Fahnenpisser der Grünen. Hat man sich bei der Linken da Sorgen gemacht, gar um etwaige Wahlerfolge???

    Wir nehmen uns teilweise auch selbstzu wichtig und legen zuviel auf die Goldwaage. Wir müssen ein bisschen entspannter werden, wie gesagt, die Fahnenpisser hat auch niemand ausgeschlossen.

  35. Bauer Gerhard sagt:

    @VoxPopuli
    Nur weil sich die Linken charakter- und prinzipienlos verhalten, muss ich es nicht auch tun. Willst Du Dich mit den linken Machtpolitikern und karrieregeilen Nichtstuern vergleichen, sind da keine Unterschiede in der Grundhaltung was Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Anständigkeit etc. betrifft? Für mich schon.

    @Beobachter
    Verständnisprobleme habe ich weiß Gott nicht. Entweder willst Du eine Frage durchdiskutieren oder nicht. Wobei man nicht immer zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen muss, oder?

    Die Grundhaltung, einem Andersdenkenden Unwillen oder Unvermögen zu unterstellen, solltest Du überprüfen, damit schränkst Du das Recht des Anderen auf eine eigene Meinung ein.

    Wenn ich mir die Kommentare unter dem entsprechenden Artikel anschaue, sprechen einige von Ausschluss und parteischädigendem Verhalten etc.. Du kannst also nicht annehmen, nur weil ich noch der einzige bin der sich Widerworte erlaubt, dass ich auch der einzige wäre.

    Ich bleibe dabei, die NPD muss gegen solche Leute vorgehen. Falls sie vom VS als Provokateure eingeschleust wären, was bedeuten würde, dass man der NPD mit solchen Äußerungen schaden will und kann, dann wäre es erste Bürgerpflicht diese Gewächse zu entfernen oder sie einfach nur bescheuerte Idioten sind, die der Partei unbewusst aus Dummheit schaden. Dergleichen Aussagen kommen immer im richtigen Moment auf´s Tapet, dessen kannst Du sicher sein. Falls die hessische Parteiführung nichts dergleichen unternimmt und auch von der Bundesführungen nicht dazu gedrängt wird, dann sitzen zumindest unfähige Leute in Spitzenpositionen die ihre Partei nicht in Ordnung halten können oder wollen, wobei wir wieder beim Thema VS sind. Im Ergebnis ist es egal, diese Partei wird nichts reißen.

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