Nach Bayern-NPD: Jetzt auch Austritte in Sachsen!

By organisator

13 Austritte „Nationaler Sozialisten“ in Sachsen. Austretende titulieren NPD-Landesführung als „Bonzen“.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Teile der Bayern-NPD bzw. vor allem Teile der Nachwuchsorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) ihr Parteibuch abgegeben haben; als Grund wurde unter anderem die Verbürgerlichung der Partei genannt – den „Nationalen Sozialisten“ offenbar ein Dorn im Auge.

Einer der Ausgetretenen: Olaf Martin

Ein ähnliches Schauspiel spielt sich jetzt in Sachsen ab: 13 Mitglieder des Kreisverbandes Vogtland geben ihre Mitgliedschaft ab. Ihre Erklärung im Wortlaut:

NPD Plauen:

Die Wege werden sich trennen

13 vogtländische NPD-Mitglieder verlassen die Partei

Bei einem Treffen am 14.11.08 wurde intensiv über die Probleme in der NPD diskutiert. Der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte, war die Demonstration am 08.11.08 in Reichenbach. Diese, in unseren Augen erfolgreiche Veranstaltung, wurde von den Bonzen aus Dresden stark kritisiert.

Bereits vor und auch während der Demo, spielte sich Herr Gansel auf und versuchte Einfluss auf den Ablauf der Veranstaltung zunehmen. Es wurden sogar Redner aus Freien Kameradschaften untersagt, genauso sollten Transparente wieder eingerollt werden. Natürlich konnten sich die lieben Herren in Dresden auch nicht die Kritik an Kameraden verkneifen, so ging es wieder einmal gegen die Autonomen Nationalisten und die Skinheads. Als es dann noch hieß, dass die Parole „Nationaler Sozialismus – Jetzt“ nicht den Vorstellungen der Sesselhocker entspricht, kam die Frage auf: „Brauchen Wir die NPD?“

Wir Nationalen Sozialisten lassen uns nicht von Leuten, wie Apfel und Gansel, denen es nur noch um Macht und Geld geht benutzen. Wir brauchen die NPD nicht, die NPD braucht uns.

Die Demo ist nur ein kleines Beispiel für die Zustände in Dresden und aus diesem Grund legte der komplette vogtländische NPD-Kreisvorstand seine Ämter nieder. Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits 13 Mitglieder aus dem Vogtland ihren Austritt bekundet auch einige Kameraden aus Greiz sind mit uns diesen Schritt gegangen.
Im Moment ist es noch nicht bekannt, wie viele Austritte noch folgen werden.

Klar ist jedoch, dass wir alle weiter kämpfen werden, nur nicht mehr im Namen der NPD. Alternativen haben wir genug!

Die Kreisräte Nicole Fortak und Olaf Martin werden natürlich, trotz ihrer Austritte, die Mandate behalten, um auch weiterhin die Stimme des Volkes im Kreistag zu vertreten.

In diesem Sinne:

Nationaler Sozialismus – Jetzt!

 

Auch wenn die Dezimierung rechter Parteien fast immer bedauerlich ist, so dürfte es sich in diesem Fall nicht unbedingt um einen Verlust handeln, wenn man den Vorgang aus bürgerlicher Sicht betrachtet (siehe auch Foto). Man darf jedenfalls so oder so gespannt sein, inwiefern sich Vorgänge wie dieser auf die Landtagswahlen 2009 in Sachsen auswirken.

12 Antworten zu „Nach Bayern-NPD: Jetzt auch Austritte in Sachsen!“

  1. derernst sagt:

    Eine gute Entwicklung. Je weniger dieser Deppen, desto mehr Chancen für eine rechte Partei!

  2. AN/OWL sagt:

    Selbstreinigungsprozess.
    Übrigens war der Kreisverband der schwächste bei der Wahl in Sachsen (mit knapp 4%)

  3. Bauer Gerhard sagt:

    Das muss die NPD aushalten, wenn es auch schade ist, dass sich die Zersplitterten immer weiter zersplittern aber was hilft es. Irgendwo ist Schluss und man muss deutliche Worte sprechen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende und/oder Reisende soll man nicht aufhalten.

    Zur Politikfähigkeit gehört auch ein langer Atem und das Eingehen von Kompromissen. Wer schon innerhalb der Partei nicht zu Kompromissen fähig ist, dem möchte ich nicht in die Hände fallen.
    Sollen sie halt nationale Revolution spielen. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden.

    In ein paar Jahren wird man von den Leuten nichts mehr hören.

  4. HalloLeute sagt:

    Kann man nur hoffen, daß das die äußerlichen Merkmale eines inneren Selbstreinigungsprozesses sind. Nur: Selbst wenn sich die NPD zur demokratischsten aller „demokratischen“ Parteien transformierte, das System würde sie aus der Schmuddelecke nicht heraus lassen, weiter mit Dreck bewerfen und auch die gewalttätigen Assifanten weiter gegen sie aufhetzen und in Stellung bringen.

  5. aloha sagt:

    Also ich habe bis jetzt nicht NPD gewählt, gerade weil bürgerfeindliche Schlägertypen in der Partei sind. Sollte sich die NPD von diesen distanzieren und einen bürgerlich-rechten Kurs verfolgen, so werde ich sie wählen (auch mangels Alternative). Die bisherigen Reden im sächsischen Landtag waren jedenfalls vernünftig und gingen meist in die richtige Richtung.

  6. derernst sagt:

    Schon alleine das Bild zeigt, dass das insgesamt alles andere als ein Verlust ist.

  7. derernst sagt:

    Aloha,

    genau so sehe ich es auch. Ich brauche keinen „Nationalen Sozialisten“ mit 10 Vorstrafen und einer Visage, dass man Angst bekommt. Das sind einfach nur Bürgerschrecks und gutes Propagandamittel der Medien gegen uns.

  8. Anonym sagt:

    Aha, die NPD will sich also vom „Nationalen Sozialismus“ verabschieden…
    Das könnte interessant werden…

  9. VoxPopuli sagt:

    Gut ist: Der Knabe hat verstanden, dass er nicht für die Öffentlichkeit gedacht und bestimmt ist.

    Schlecht ist: Er bleibt weiterhin politischer Soldat, nun nur ohne Heimat. Wenn man dieses „Outsourcing“ wenigstens richtig betreiben würde….

    Auch wenn man, wie aloha meint, bürgerlich-rechts würde, wäre man schutzlos den Schergen der Antifa ausgeliefert. So ungünstig das für die Außendarstellung sein mag, aber man braucht solche Leute. Eben nicht als Mandatsträger, aber sozusagen als Faustpfand.

  10. AlterHund sagt:

    Wenn man auf Äußerlichkeiten abstellt, so kann man aber das brave Gegenteil des oben abgebildeten Herrn nicht verkennen: Bitte einen Blick auf das typische Erscheinungsbild „unserer“ Politiker in Stadt, Land und im Bund werfen…!
    Wesentlich ist das, was wirklich geschieht. Mit „nationalem Sozialismus“ in Wort und Schrift kann man heute Deutschland nicht mehr retten, weil dafür alle Voraussetzungen fehlen. Schon der Begriff bietet Angriffsflächen in einer Zeit, wo jedes vernünftige Argument von rechts sofort mit Nazivorwürfen beantwortet wird u. eine sachliche Debatte gar nicht erst zuläßt. Es ist also schwer genug, sich als Nationaler erkennen zu geben. Der „Sozialismus“ hat aufgrund der geschichtlichen Erfahrung mit der SED-Herrschaft noch einen anderen Beigeschmack und ist für sich genommen auch nicht massenkompatibel.
    Das sagt alles noch nichts über Inhalte aus, aber die Frage ist doch: Muß man sich überhaupt soweit festlegen und erklären und sich damit irgendwann zwangsläufig (wie man sieht) von anderen distanzieren und abspalten? Die Verfasser haben eigentlich vorher gewußt, daß die NPD eben keine nationale sozialistische Partei ist (und das, selbst wenn sie es wollte, auch nicht sein darf!) und ihr Statut u. Programm anerkannt. Mir kommen die Austritte aufgesetzt vor, wenn sie auf diese Art ideologisch begründet werden. Andererseits scheint der NPD-Führung in Sachsen die Fähigkeit zu fehlen, die eigenen Mitglieder im Sinne des Wortes zu führen, wozu auch Vermittlung, Kompromiß u.a. zählt. Die Einzelheiten einer Demonstration, um die man streitet, dürfen eigentlich nicht gleich solche Konsequenzen nach sich ziehen, und es muß bereits eine Vorgeschichte stattgefunden haben.
    Wenn sich die dauernden Fehler in Fraktion und LV, was von den Medien sicher begleitet u. ausgeschlachtet wird, erstmal in den Köpfen der bisherigen Wählerschaft festgesetzt haben, dann können sie die Wahl 2009 vergessen.

  11. NATIONAL PATRIOT sagt:

    Nur weil einige radikale Kräfte die arschlecker NPD verlassen, heißt das noch lange nicht das diese jetzt durch Staat und Medien posetiv betrachtet werden. „siehe DVU und REPS “

    Die NPD wird es niemals alleine schaffen, nur duch den Zusammenschluss aller nationalen Kräfte, werden wir Deutschland befreien können, aber das haben die egoistischen Parteibonzen noch kapiert.

    Also sollen sich nur die radikalen Kräfte von den Arschlecker Parteien lösen und eine eigene Kampftruppe aufbauen, umso den revolutionären Weg zu gehen.

    Vision,Mission,Revolution….

  12. VoxPopuli sagt:

    @ Nationaler Patriot:

    Den revolutionären Weg gehen?

    Der Mensch da oben sieht nicht so aus, als ob er körperlich und vor allem mental-charakterlich diesen Weg auch zuende gehen könnte. Denn was kommt nach der Revolution?

    @ Alter Hund:

    Ja, der Begriff „Nationaler Sozialismus“ mag zwar gut gemeint sein, ist aber werbetechnisch nicht gelungen. Zu viel schlechtes ist damit verbunden.

    Wie ich das bereits mal auf Altermedia geschrieben habe: Man muss vage bleiben, man darf sich nicht festlegen. Wir sind nicht in der Regierung und müssen nicht zu jedem Detail etwas sagen, das führt nur zu Spaltungen.

    In der obigen Entwicklung allerdings dürfte mehr im Busch gewesen sein, als eine ideologische Auseinandersetzung…

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