Sachsen: Henry Nitzsche will 2009 als Einzelbewerber für den Bundestag kandidieren

By organisator

Parteifreier Patriot will CDU-Kandidatin den Einzug in den Bundestag vermiesen.

Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der sächsischen Wählervereinigung “Arbeit, Familie, Vaterland”, Henry Nitzsche, will 2009 als Einzelbewerber für den Bundestag kandidieren. Der wegen “Schuldkult-” und “Multi-Kulti-Schwuchteln”-Aussagen aus der CDU ausgeschlossene Patriot tritt in seinem bisherigen Wahlkreis an (156 Kamenz – Hoyerswerda – Großenhain) und verbindet dies auch gleichzeitig mit dem Plan, die CDU-Kandidatin Maria Michalk zu verhindern. Nitzsche äußerte sich wie folgt:

Die Nominierung Frau Michalks kommt einer politischen Bankrotterklärung gleich. Ist das die Rache der sächsischen CDU an meinen Wählern, weil diese mir nach meinem Parteiaustritt auch weiterhin das Vertrauen geschenkt haben, oder handelt es sich dabei schlicht und einfach nur um das letzte Aufgebot? Es ist kein Geheimnis, daß selbst Frau Michalks Parteifreunde in Berlin regelmäßig den Kopf über ihre politische Unfähigkeit schütteln. Um als direkt gewählter Abgeordneter die Bürger seines Wahlkreises angemessen in Berlin zu vertreten, reicht es nicht aus, sich artig mit der Kanzlerin oder dem Bundespräsidenten fotografieren zu lassen. Im Gegenteil, dort darf man eben gerade nicht bloß brav mit dem Kopf nicken, sondern muß für die Interessen seiner Wähler knallhart kämpfen.

Nitzsche erreichte bei den Landratswahlen im Juni 2008 immerhin 13,2 Prozent der Stimmen – ein Wert, der unter günstigen Umständen wohl durchaus zur Verhinderung der CDU-Kandidatin reichen würde. Bei den Kreistagswahlen im selben Monat kam sein Bündnis im Landkreis Bautzen auf 4,7 Prozent. 2005 gewann er den Wahlkreis 156 mit 34,5% gegenüber 24% für die SPD und 23% für die SED Linkspartei.

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3 Antworten zu “Sachsen: Henry Nitzsche will 2009 als Einzelbewerber für den Bundestag kandidieren”

  1. derernst sagt:

    Damit fällt der Wahlkreis mit ziemlicher Sicherheit an die SED. Ob das erstrebenswert ist, naja, ich weiss nicht.
    Aber der CDU gönne ich es. Auch weil ihr dann ein Überhangmandat aus Sachsen fehlt.
    In dem besagten Wahlkreis hat sie nur einen geringen Vorsprung ( http://www.btw2002.de/ ) mit 34,5% zu 24% SPD und 23% SED. Bei den zu erwartenden Gewinnen der SED und den Verlusten der SPD, sowie einer Verschiebung der CDU-Stimmen dürfte die CDU den Wahlkreis unter normalen Bedingungen verlieren.
    Tja, Kamenz-Hoyerswerda ist nicht Fulda, liebe CDU. :D

  2. VoxPopuli sagt:

    Nitzsche darf hier nicht zuende denken. Denn wenn schon die CDU ein totes Pferd ist, dann gilt dies erst recht für die Republik, die maßgeblich von der CDU getragen wird.

    Auf dem Pferd müsste also statt “CDU” konsequent “BRD” stehen.

  3. Beobachter sagt:

    Er sollte so konsequent sein, seine eigenen Ambitionen zurückzustellen und in die NPD eintreten. Ein anderer CDU-Sachse hat dies auch scho gemacht.

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