Samstag: Demonstration in Köln, Fulda und Aachen (?)

By organisator

Samstag ist Demotag: Sowohl pro NRW als auch NPD demonstrieren. Eine kurze Übersicht über Vorbereitungen und Gegenaktivitäten. [Wir werden in Zukunft öfters über Demonstrationen berichten, auch wenn wir der Meinung sind, dass die Wirkung dieses politischen Instruments äußerst begrenzt ist.]

pro Köln/Köln: „Aktiv pro Menschenrechte – gegen die Unterdrückung der Frau im Islam“

Am Samstag, den 8. November, wird die Demoserie der Bürgerbewegungen pro Köln und pro NRW gegen die geplante Großmoschee in Köln-Ehrenfeld gestartet. Unter dem Leitspruch „Nein zur Kölner Großmoschee“ wird bis zur Kommunalwahl im Juni 2009 nunmehr einmal im Monat – jeweils am zweiten Samstag – direkt vor dem DITIB-Gelände eine Mahnwache gegen das Mega-Islamisierungsprojekt durchgeführt werden, welches in seiner Dimension sogar die kürzlich eröffnete Großmoschee in Duisburg noch deutlich in den Schatten stellen würde. Das Monatsmotto für November lautet „Aktiv pro Menschenrechte – gegen die Unterdrückung der Frau im Islam“. Treffpunkt ist um 11:00 Uhr direkt vor dem DITIB-Grundstück an der Venloer Straße/Ecke Innere Kanalstraße im Kölner Stadtteil Ehrenfeld.  

Die Antifa darf natürlich auch nicht fehlen: Bereits eine Stunde vorher treffen sich die wackeren Kämpfer gegen Rechts am selben Ort, was auf ähnliche Aktionen wie beim Kölner Anti-Islamisierungskongress schließen lässt. Ein direktes Aufeinandertreffen dürfte hier wohl vorprogrammiert sein, sollte die Polizei ähnlich vorgehen wie damals.

NPD/Fulda: „Endlich auferstehen aus Ruinen – Deutschlands Zukunft liegt in unserer Hand“

In Fulda demonstriert die NPD unter dem Motto „Endlich auferstehen aus Ruinen – Deutschlands Zukunft liegt in unserer Hand“. Als Redner fungiert neben anderen NPD-Bundesvorstandsmitglied Thorsten Heise. Ein „breites Bündnis“ aus allerlei Vereinen will friedlich dagegen demonstrieren. 

Freie Kräfte/Aachen: „Gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung! Gedenkt der deutschen Opfer!“

Unter dem Motto „Gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung! Gedenkt der deutschen Opfer!“ wollen in Aachen sogenannte „Freie Kräfte“ demonstrieren. Doch nach letzten Informationen fällt die gerichtliche Entscheidung über die Genehmigung wohl erst am Samstagmorgen vor dem Bundesverfassungsgericht. Kuriosum am Rande: Das Motto stellt laut vorinstanzlichem Urteil eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar, der nur per Verbot begegnet werden könne. Im Motto und in der zeitlichen Nähe zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht liege eine Verharmlosung der Ereignisse am 9. November 1938 und eine „die Würde der Opfer verletzende Billigung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft“.


7 Antworten zu „Samstag: Demonstration in Köln, Fulda und Aachen (?)“

  1. VoxPopuli sagt:

    Man möge sich nur das Potenzial vorstellen, das man hätte, wenn man die Teilnehmer bei einer Demo vereinigen könnte… schau mer mal, was Dresden bringt.

    Wichtig ist die Einigkeit!

    Deshalb hier nochmals die Bitte, mitzudiskutieren:

    http://de.altermedia.info/general/eingesandter-gastbeitrag-einige-uberlegungen-zur-europawahl-2009-021108_18718.html

  2. Antiislamist sagt:

    Naja, die Themen und Parteien sind halt doch zu verschieden für eine einheitliche Demo… Außerdem sind sie so an mehr Orten aktiv.

  3. VoxPopuli sagt:

    Ja, aber lieber einmal im Monat etwa eine große Demo, die zur Kenntnis genommen wird, als viele Strohfeuer.

    Und das mit der „Verschiedenheit“ ist ja mein Dauerthema. Denn „verschieden“ sind die Linken keineswegs, wenn es gegen „rechts“ geht. Aber wir differenzieren immer fein mit.

    Ich empfehle zur Lektüre:
    http://patriotischesforumsueddeutschland.wordpress.com/2008/09/26/die-lehren-aus-koln-geschlossenheit/

  4. VoxPopuli sagt:

    Nachtrag:

    Das Sinnvolle an diesen zahlreichen Demos ist natürlich die Kostenbindung für das Regime. Die Linken demonstrieren gegen Castor und binden Kräfte, die Fußballstadien müssen bewacht werden und nun reiht sich auch die Rechte ins Demonstrieren ein.

    Die jeweils erforderlichen Polizeieinsätze sind sehr teuer, aber sie halten eben das Regime und seine Diener auf Trab. Zur Beschleunigung gewisser Tendenzen ist das eine nützliche Sache!

  5. Bürger Frankens sagt:

    @ VoxPopuli

    Ich würde sogar sagen lieber nur eine große möglichst breit unterstütze Demo in der letzten Wahlkampfwoche, als viele Strohfeuer.

    Für Demos um den 9.November habe ich dieses Jahr wenig Verständnis, ist doch die sog. Progromnacht 1938 eh schon im Vordergrund, ist es dieses Jahre mit den 70 Jahren besonders präsent, so daß jede nationale Demo viel zu leicht in diesen Zusammenhang gesehen wird. Nächstes Jahr 2009 mag dies mit dem Jubliläum 20 Jahre Mauerfall anders sein. Aber dann sollten die Demos auch vom Motto und vom Veranstaltungsort, auch klar und unmißverständlich zu diesem 9.November 1989 stehen, dann werde auch ich mich beteiligen.

  6. prausnitzer sagt:

    Demonstrationen sind eine zweischneidige Angelegenheit. Sie stellen nicht nur die Aussage der Demonstrierenden in der Öffentlichkeit dar, sondern zeigen gleichzeitig welche öffentlich präsentierbare Macht hinter der dieser Aussage steckt. Und diese Macht ist es, die wahrgenommen wird, weniger die Aussage.

    In der Öffentlichkeit erfolgreich demonstrieren kann nur, wer sich auch machtvoll präsentieren kann.

  7. heinrich goldfuss sagt:

    Ihr werdet beobachtet

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