Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier will mit Propaganda in Comicform Jugendliche ködern. Dummerweise ist der Comic nicht besonders gelungen.
Wäre der Comic (hier als PDF-Datei herunterzuladen) nicht dermaßen schlecht, dass man vor lauter Plakativität fast Mitleid bekommen könnte, würden wir uns wohl Sorgen machen, dass der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), mit dieser Veröffentlichung einen genialen Coup im Kampf gegen die Nachwuchsgewinnung der im Landtag sitzenden NPD gelandet hat. Glücklicherweise wird sein Plan, damit die (Schul-) Jugend des Nordostens über “Rechtsextremismus” “aufzuklären” aber mehr als nur ins Wasser fallen. Dennoch sollte man solcherlei Aktivitäten im Auge behalten, schließlich könnte man bei mehr Mitteln gegen Rechts auch fantasievollere Comic-Sachverständige anheuern, welchen dann tatsächlich ein Machwerk gelingen könnte, das Anlass zur Sorge bereitet. So aber darf man sich ungetrübt über die Tasache freuen, dass die Aussage, in dem Comic solle vermittelt werden wie “Rechtsextremisten” versuchten, mit ihrer Propaganda junge Menschen zu ködern, auf die Urheber zurückfällt. Zwar darf man das im Zusammenhang mit denen dann nicht mehr “Propaganda” und “ködern” nennen, aber “Aufklärung” und “Interesse wecken” sind ja nur zwei Synonyme dafür.

Der weiße Sturm, eine gar schröckliche Nazibande

November 6, 2008 um 19:10
Die Witzfigur Caffier ist auf dem Niveau der Comicfigur angelangt…
Wobei man gegen den weißen Sturm wirklich nichts sagen kann; das sind ganz normale Deutsche.
Und hier liegt auch die größte Angst der Bonzen. Plötzlich kann man nicht mehr die Glatzen zeigen (wie der Comic des VS NRW), sondern muss normale deutsche Jugendliche zum Feind erklären.
Die Kinder Meck-Pomms dürfen also nur noch Negern und Kanaken gehorchen, wenn es nach dem IM Caffier ginge.
November 6, 2008 um 19:22
Kann mich Vox wie üblich nur voll anschließen.
Caffier ist ganz billig und ganz unten angekommen. Meine Fresse.
November 6, 2008 um 19:25
Hah, und natürlich hat Stefan, der sich Stanley nennt, Tu-An zum besten Freund. Wie passend! Denn gerade in Mitteldeutschland sind es nicht Achmed und Owomoyela, die Deutsche terrorisieren, sondern die Vietnamesen sind die Eindringlinge. Die muss man natürlich als Heilige darstellen.
Mein Gott, ist dieser “Comic” (eigentlich sollte man das Komik nennen) durchschaubar.
Vor allem die “Guten” sind ja so, wie man die Jugend in der BRD haben will: In Mathe eine 5, amerikanisiert, verfettet und ja nicht “deutsch”.
Mögen die Mitteldeutschen abermals die Kraft haben, sich und ihre Kinder gegen diese Stasi 2.0 zu schützen.
Sehr her Mitteldeutsche, Eure Schulen schließen sie, aber für einen Comic haben sie Geld!
November 6, 2008 um 19:28
Kaffern-Lori als Comic-Figur!
Freud läßt grüßen. Tja, ja, wenn man die Wahrheit zur Vordertür hinausschmeißt, schleicht sie sich durch die Hintertür wieder ein. Und so findet das Verdrängte, Vorbewußte immer mal wieder einen Weg, um sich am Zensor vorbei bemerkbar zu machen und sich gestaltrichtig zu artikulieren und in Szene zu setzen.
Hier: Kaffern-Lori als dümmliches, falsch proportioniertes, komisches Kasperle!
Und wer wollte bestreiten, daß dies dem Verrat eines offenen Geheimnisses gleichkommt?
November 7, 2008 um 08:22
Ist das Absicht oder Zufall?
Das obere Comic riecht nach Möllemann ?
November 7, 2008 um 08:35
Was ist das für ein Unsinn?
Also ob jemand so reden würde? Das schöne ist doch das eben kaum jemand der rechts ist so einen Unsinn redet und anstatt Argumenten einfach nur schön dumpfe Klischees bedient werden.
November 7, 2008 um 10:19
“Weiß ist keine Farbe”
Der Name ist an lächerlichkeit nicht zu überbieten. Was ist weiß denn bitte dann? Ich habe das Gefühl, die wollen Weiße diskriminieren. Gelb und Schwarz sind dann also Farben? Wenn der VS von Schleswig Holstein mitliest: Erklärt mal bitte eure Intention.
November 7, 2008 um 10:45
Ein grenzdebiler Polizeiminister und sein vertrottelter Geheimdienst als Comicproduzenten. Also Walt Disney hat das besser hingekriegt und damit gut verdient. Ganz Entenhausen lacht sich scheckig.
November 7, 2008 um 14:26
Wie kann man nur so blöd wie dieser Caffi… der muß dringend zum Arzt.
November 7, 2008 um 16:53
Ohh maan…
Die Niedersachsen CDU hat übrigens ebenfalls schon solche lächelichen Comics veröffnet, wo sich ein Deutscher in so ne Kopftuchtussi verliebt.
“Weiß ist keine Farbe”
Omg… Ist euch schon aufgefallen, dass Laschet sich selbst wie einen Türken gemalt hat, mit dunkler Haut und schwarzen Haaren? Der Mann ist schyzophren!
November 7, 2008 um 18:28
Frage : Kann es sein das man jeden der sich den Comic angesehen hat, zurückverfolgen kann. Eigentlich interessiert sich doch nur der Rechte Rand dafür. Ich meine jeder ist neugierig wie man Rechte , Konservative, patrioten, Faschisten, Einheimische usw darstellt. kaum ein Teenager scheert sich für so einen Müll. Aber wir und somit die V-leute auch.
Also wenn ich mir den Schwachsinn angekuckt habe , bin ich dan schon im Netz ???
November 7, 2008 um 18:37
@stilleswasser
Wir haben einen sog. “Anonymizer” in den Verweis eingebaut, d.h. dass nicht zurückverfolgt werden kann, woher die Besucher kommen; von IP-Adressen mal ganz abgesehen. Selbst wenn jemand den Behörden sagen würde, dass das PFS den Verweis gesetzt hat, sind die IP-Adressen nicht zurückzuverfolgen.
Aber eine Garantie geben wir nicht, ist uns schließlich nicht bekannt, über welche bisher unbekannten technischen Finessen Schäubles Maschinerie verfügt. Im Übrigen lohnt sich der Klick sowieso nicht. Im Gegensatz zu Vorsicht, die ist nämlich besser als Nachsicht
November 8, 2008 um 16:26
Och du Sch….
November 8, 2008 um 16:29
@organisator:
Sag mal, vielleicht weißt du ja darüber Bescheid: Stimmt es, dass Mails jederzeit eingesehen werden können, ohne vorher die Erlaubnis des Providers einzuholen? Meinte zumindest ein Bekannter vor kurzem zu mir. Ich sagte ihm, dass ich das bezweifle.
November 8, 2008 um 16:38
@Wahr-Sager
Kann schon sein, allerdings frage ich mich, wie das vor sich gehen soll. Da müsste ja die jeweilige Behörde das passende Passwort suchen… oder verstehe ich dich falsch und du meinst, dass die also z.B. bei web.de (in der Firmenzentrale) einmarschieren und Zugriff auf die Mails ausüben dürfen?
Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir diese Geschichten relativ egal sind, denn Schäuble traue ich zu, dass er in seinem Sicherheiswahn schon längst jede Mail durchlesen lässt, ganz egal, was die Gesetze sagen. Aber die ganz wichtigen DInge sollte man sowieso unter vier Augen und Ohren besprechen.
November 8, 2008 um 16:41
So, ich habe den Comic jetzt auch gesehen. Wie ich das gesehen habe, geht es darin doch vorrangig um eine Gruppierung namens “Weißer Sturm”, die ich nicht kenne.
Nichtsdestotrotz sind Linke verlogen, wenn sie sich einzig auf Rechtsextremismus konzentrieren und das Thema Migrantengewalt nicht behandeln.
November 8, 2008 um 16:53
@organisator:
oder verstehe ich dich falsch und du meinst, dass die also z.B. bei web.de (in der Firmenzentrale) einmarschieren und Zugriff auf die Mails ausüben dürfen?
Genau so meine ich das. Offiziell ist das aber nicht, oder?
November 8, 2008 um 16:57
@Wahr-Sager
Soweit ich weiss, nein. Aber ich würde da bei Interesse mal den VoxPopuli ansprechen, der ist Jurist und dürfte das wissen.
November 8, 2008 um 22:34
Also ich bin mit Vorliebe eher im Strafrecht unterwegs. Ich hatte mich aber seit Kurzem aus aktuellem Anlass mal ins MAD und VS-Gesetz eingelesen. Das bleibt leider sehr vage – oft sind da Generalklauseln am Werk. “Technische Mittel” sind da häufig genannt.
Also soweit ich informiert bin, kann die StA bei einem Anfangsverdacht (§ 152 StPO) die Mails beim Provider abfragen. Also muss zunächst eine Anzeige oder Kenntnis der StA vorliegen.
Aber fragt mich jetzt nicht, was der VS genau darf, vor allem, was er macht, obwohl er es eigentlich nicht darf.