Kritik an Junger Union wegen Ulfkotte-Einladung

By organisator

Udo Ulfkotte

In Marbach (Baden-Württemberg) hatte die Junge Union, die Nachwuchsorganisation der CDU, die fixe Idee, den neben Ralph Giordano zweitbekanntesten Islamkritiker des “dritten Weges”, Udo Ulfkotte, einzuladen. Der CDU-Stadtverbands-Vorsitzende von Großbottwar wertet die bekanntlich immer wieder postulierten Anti-Moschee-Artikel von Ralph Giordano als Zeichen dafür, dass “sogar aus linksintellektuellen Kreisen die Kritik an der Islamisierung immer lauter wird”. Auch wenn es reichlich grotesk anmutet, den verbitterten jüdischen Ex-Kommunisten als “Intellektuellen” zu bezeichnen, so empört sich doch die offenbar ahnungslose FDP über die Einladung des Islamkritikers. In einem offenen Brief fordern die FDP-Bundestagsabgeordneten Hartfrid Wolff und Harald Leibrecht den Landesvorsitzenden der JU, Steffen Bilger dazu auf, zur Einladung Ulfkottes Stellung zu beziehen. Speziell wollen sie wissen, ob die JU in der “reißerischen Überschrift” der Veranstaltungswerbung einen Beitrag zur besseren Integration von “Migranten” sehe und ob die Tendenz von Gastredner und Veranstaltung Rückschlüsse auf eine zuwanderungspolitische Neuausrichtung der Christdemokraten zulasse.

Steffen Bilger (JU)

Wir verkneifen uns das schallende Gelächter an dieser Stelle, um der FDP folgendes ins Stammbuch zu schreiben: Erstens: Udo Ulfkotte ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Islam, schließlich bereiste er den Orient jahrelang in seiner Funktion als FAZ-Korrespondent. Zweitens: Er ist kein “Umstrittener” in rechter Hinsicht. Schließlich distanzierte er sich mehrfach von der pro-Bewegung und regt sich gerade am heutigen Tage darüber auf, in einem Artikel als Unterstützer des “Anti-Islamisierungskongresses” hingestellt zu werden. Drittens: Er sieht sich als ein Verfechter des “dritten Wegs”, der sich um den Ex-Kommunisten Ralph Giordano und einige kommunistische Islam-Reformerinnen schart. Und viertens und letztens: Selbst wenn ein paar lokale JU-Stammesfürsten das sind, was man als “patriotisch” oder “rechtskonservativ” bezeichnet; solange eine Ex-FDJ-Sekretärin an der Spitze der CDU steht, solange in Nordrhein-Westfalen “Türkenfritz” Schramma, Integrationsminister Laschet und CDU-Linkspopulist Jürgen Rüttgers die Union repräsentieren und solange sogar die ehemals konservative CSU in Bayern (voraussichtlich) mit einem “Fremdficker” an der Doppelspitze auf Wählerfang im linken Spektrum geht… so lange ist die CDU nie und nimmer etwas, was in irgendweiner Weise für Linke oder um Aufmerksamkeit buhlende FDP-Hinterbänkler aller Schattierungen als “rechts” oder “konservativ” angreifbar wäre. Merkt euch das!

4 Antworten zu “Kritik an Junger Union wegen Ulfkotte-Einladung”

  1. Adam sagt:

    Herr Ulfkotte war am 3.Oktober auf Einladung der CDU in Mössingen.
    Über die islamistischen Verbindungen wie in der Einladung angekündigt
    wurde, war leider von Herrn Ulfkotte nichts zu hören. Er bezeichnete die
    Vereinigung Pro Köln als rechtsradikal.
    Ich werde langsam das Gefühl nicht los, das er vor lauter Distanzierung unglaubwürdig wird.
    Sein jahrelanges Angament gegen die Islamisierung ist ihm hoch
    anzurechnen.Das daraus eine politische Galionsfigur in der Anti-Islamcene
    wird, kann man abhaken.
    Ist Herr Ulfkotte ein Spalter ?

    Adam

  2. VoxPopuli sagt:

    Der Vorfall zeigt doch mehr als deutlich, wofür die CDU steht und wo sind hinwill.

    Abgewählt gehört sowas!

    Und Ulfkotte ist nicht zu gebrauchen!

  3. Nanny sagt:

    Sehr guter Beitrag! Bilger wird übrigens bald MdB :D

  4. Antiislamist sagt:

    Ulfkotte kann man vergessen. Inhaltlich und rhetorisch. Der will blos seine (immerhin guten) Bücher verkaufen.

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