
- Stolpersteine, nur ohne Stolper-Effekt
In Berlin-Charlottenburg gab es einen Buttersäureanschlag, und zwar auf eine Praxis eines Arztpaares. Der im Pflaster der vorbeiführenden Straße eingelassene Stolperstein (schmeichelhafte Bezeichnung für Schuldkult-Stein) war wohl nicht das Ziel. Und die Moral von der Geschicht? Wenn Normalbürger Opfer von (so muss man in Berlin ja mutmaßen) Linksextremen oder Ausländern werden, interessiert das kein Schwein. Wäre die Buttersäure auf dem Pflaster gelandet, hätten die Medien jetzt wieder Sommerloch-Nachwehen.