Gericht verbietet Buch über “Ehren”-Mord, da es dafür sorgte, dass dieser überhaupt geschehen konnte
Im Buch “Kein Schutz, nirgends” der kurdischen Autorin Gülsen Celebi geht es um “Ehren”-Morde in Deutschland, Morde also, die zumeist in Familien des muslimischen “Kultur”-Kreises stattfinden, mit dem Zweck, eine vermeintlich beschmutzte Ehre (kein Kommentar) wieder herzustellen. Die dem Buch zu Grunde liegende Tat ist die eines Familienvaters, der im März vergangenen Jahres Frau und Tochter in Mönchengladbach auf offener Straße erschoss. Wenn man mal vom eigentlichen Grund, warum der Mord geschehen konnte, nämlich der freudigen Willkommenheißung anatolischen Bildungsproletariats, absieht, ist das Landgericht Mönchengladbach schuld an diesem Mord. Denn obwohl bekannt war, dass Erol P. per Haftbefehl gesucht wurde, konnte er unbehelligt bei einem Familiengerichtstermin erscheinen, bei dem es um das Sorgerecht für die drei Kinder des getrennt lebenden Paares P. ging. Ungestört hatte er daraufhin das Gericht wieder verlassen, um Minuten später Ehefrau und Tochter zu erschießen.
Nun sollte also ein Buch über diesen Fall erscheinen. Dummerweise meldete sich eine Angehörige des Mordopfers und behauptete erstens, dass sie von einem Buch gar nichts wisse und zweitens dass sie nicht mit der Veröffentlichung des Buches einverstanden sei, da ihr Name darin vorkomme. Das Brisante an dieser Aussage: Laut Autorin wussten alle Angehörigen der Getöteten über das geplante Buch Bescheid - woher also die plötzliche Kehrtwende? Aufgrund dieser Aussagen, und einer Gegendarstellung/Schutzschrift des Verlags, die natürlich rein zufällig nicht rechtzeitig zum Verhandlungstermin an der korrekten Stelle auftauchte (obwohl sie abgegeben worden war), wurde nun der weitere Verkauf des Buches verboten.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…
Mai 12, 2008 um 6:45 Uhr vormittags
Das Landgericht Mönchengladbach muß vor seinem Gewissen und
vor Gott sein Verhalten in der vorliegenden Causa offenlegen -
und entscheiden, ob eine Mitschuld an den schrecklichen Ereig-
nissen zu tragen ist !